33. Institutstag der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein
Digital³ – Scan. Mill. Print. Der Workflow der Zukunft?

Referentin

Prof. Dr. Maximiliane Schlenz-Helmke

2010 – 2015 Studium der Zahnheilkunde an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit anschließender Approbation als Zahnärztin, 2016 Vorbereitungsassistentin in der Zahnarztpraxis A. Leichsenring-Schlenz, Syke, 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Zahnärztin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Justus-Liebig-Universität, Gießen; 2018 Promotion zum Dr. med. dent. (summa cum laude), 2019 Master of Science (M.Sc.) in Zahnmedizinischer Prothetik der Universität Greifswald, 2021 Oberärztin/ Zahnärztin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Justus-Liebig-Universität Gießen; 2021 Habilitation zum Thema CAD/CAM-Kronenversorgungen und Ernennung zur Privatdozentin, 2022 Certified Manager in Health Care Sector (DAM), 2024 Ruf auf die W3-Professur für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; seit 01.11.2024 Direktorin der Klinik für Zahnmedizinische Prothetik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Kiel; Forschungsschwerpunkte: Digitale Zahnheilkunde, CAD/CAM-Materialien, Entwicklung neuer interdisziplinärer Diagnostik- und Behandlungsmethoden mittels Intraoralscanner, Implantatprothetik, Implementierung neuer Lehrkonzepte.

Lehrgangsinhalte

Der Workflow der Zukunft?

Die digitale Zahnmedizin entwickelt sich rasant, wodurch sich die Möglichkeiten, Behandlungsprozesse effizienter, nachhaltiger und individueller auf unsere Patientinnen und Patienten abzustimmen, erweitern. Trotz zahlreicher Anbieter, die mit intuitiven Lösungen werben, zeigt sich im Praxisalltag, dass der digitale Wandel in deutschen Zahnarztpraxen noch nicht flächendeckend angekommen ist. Aktuelle Studien identifizieren als Ursachen nicht nur ökonomische Hürden, sondern auch fehlendes Know-how und praktische Unsicherheiten im Umgang mit neuen Technologien.

Beim 33. Institutstag erhalten Sie daher eine praxisorientierte Übersicht zum kompletten digitalen Workflow – von der digitalen Abformung mit Intraoralscannern über CAD/CAM-Fertigung bis hin zum 3D-Druck. Sie erfahren, in welchen Behandlungssituationen sich der Einsatz digitaler Technologien direkt in der Praxis anbietet und wann eine Zusammenarbeit mit externen Laborpartnern im Labside-Workflow sinnvoller ist.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur technologische Innovationen, sondern vor allem der konkrete Mehrwert im Praxisalltag in Bezug auf Vorhersagbarkeit, Diagnostik, die Anzahl an Behandlungssitzungen und moderne Restaurationsmaterialien.

Gleichzeitig werden die Grenzen der digitalen Zahnmedizin beleuchtet, denn nicht jeder Patientenfall profitiert automatisch vom rein digitalen Vorgehen. Das Prinzip „One size fits all“ gilt hier nicht. Vielmehr geht es darum, den individuell passenden Digitalisierungsgrad für die eigene Praxis zu definieren.
Anhand aktueller Marktdaten, klinischer Fallbeispiele und wirtschaftlicher Überlegungen stellen wir uns abschließend der Frage:

Ist „Scan. Mill. Print.“ der Workflow der Zukunft – und wenn ja, für wen?