TMC - Das Tissue Master Concept
Grundlagen – Behandlungsstrategien – klinische Ergebnisse

Referent

Dr. Stefan Neumeyer

1973 - 1978 Studium der Zahnmedizin an der Julius- Maximilian- Universität in Würzburg und Auszeichnung mit dem Adolf-Lübeck-Preis; seit 1981 niedergelassen in eigener Praxis; seit 1986 implantologisch tätig; 1987 - 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Prothetischen Abteilung der Universität Regensburg, bzw. der Ludwig-Maximilian-Universität München unter der Leitung von Prof. Dr. W. Gernet; 1987 - 2012 Gutachter für Prothetik, Parodontologie und Implantologie; 1993 - 2000 Fortbildungsreferent des ZBV Oberpfalz; 1997 Mitglied des Lehrkörpers der Akademie Praxis und Wissenschaft; 1999 Mitarbeiter des ICED (International Center for Excellence in Dentistry Eastman Institute London); 2002 Ehrung durch den Zahnärztlichen Bezirksverband Oberpfalz; 2002 Verleihung des Ehrenzeichens der Bayerischen Landeszahnärztekammer; 2003 Mitglied des International College of Dentists (ICD); 2005 Zertifizierung der Referententätigkeit Konsensuskonferenz Implantologie BDIZ/EDI; 2009 Spezialist Implantologie DGZI; 2010 Master of Science in Parodontologie und periimplantärer Therapie; 2011 Specialist in Oral Implantology (GBOI); 2016 Spezialist für Implantologie (EDA); 2022 Gutachter für Orale Implantologie (DGZI); Aktuelle Schwerpunkte: Minimal und non invasive Restaurations- und Interventionsstrategien, Biologisches Gewebemanagement, Blade Technologie.

Lehrgangsinhalte

Die Extraktion eines Zahnes verursacht fast immer einen alveolären Weich- und Hartgewebedefekt. Dadurch kann eine klassische Brücken-, wie auch eine Implantat-Versorgung erschwert werden. Mit Hilfe augmentativer Strategien ist es möglich, diesen Gewebedefekt chirurgisch vorzubeugen, oder sie nachträglich zu beheben. Einschränkend muss festgestellt werden, dass chirurgische Strategien zu einer beträchtlichen Belastung der Patienten führen, sehr kostenintensiv sind und einer langen Lernkurve unterliegen.

Das Tissue Master Concept geht einen anderen Weg.

Es beruht auf dem Erhalt der biologischen und funktionellen Zusammenhänge im dentoalveolären Systems. Den Schlüssel dazu bilden das parodontale Ligament und vor allem der supraalveolären Faserapparat. So kann durch die funktionelle Einbindung der supracrestalen Faserstruktur bzw. durch deren selektiven Ausschluss, die vertikale Regeneration im Bereich der Alveole sehr genau gesteuert werden. Mit der Replantation und Extrusion eines Wurzelsegments wird die supra-crestale Faserstruktur wieder angebunden. Dadurch ist nicht nur der Erhalt … vertikaler Gewinn von alveolären Knochen und Weichgewebe möglich.

Die Ergebnisse sind langzeitstabil und sehr vorhersagbar. Die Behandlungszeiträume betragen maximal 3 – 4 Monate. Die biologischen und strukturellen Grundlagen für eine implantatprothetische Versorgung genügen höchsten Anforderungen. Die restaurativen Ergebnisse sind den chirurgisch-augmentativen Strategien mindestens ebenbürtig.

Kursinhalt:
Die theoretischen Grundlagen des TMC-Concepts:
- Die Extrusion von Zähnen
- Die Replantation von Wurzelsegmenten
- Die Behandlungsstrategien und Verfahrenstechniken

Hands-on
- Übungen am Schweinekiefer: Extraktion – Wundnachsorge – Replantat-Gestaltung –Replantation – Extrusion – Fixation
- Übungen am Modell: Extrusion eines Zahnes

Kursziel
Das TMC®-Concept wird anhand wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse und umfassend dokumentierter Fallstudien eingehend erläutert. Die einzelnen Arbeitsschritte werden praktisch geübt, so dass eine direkte Umsetzung in der Praxis erfolgen kann.