Die intraligamentäre Anästhesie
Minimalinvasive Alternative zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie

Referentin

Dr. Wolfgang Bender

1972 Niederlassung in Düsseldorf; 2008 Verzicht auf Kassenzulassung nach Verkauf; Weiterarbeit in bisheriger Praxis als angestellter Zahnarzt bis 2009, bis Ende 2012 als angestellter Zahnarzt in Ratingen; diverse wiederholende Vertretertätigkeiten in mehreren Praxen; seit vielen Jahren Erfahrung mit der Intraligamentären Anästhesie mit Peripress, Citotec und Softject, zuletzt als alleinige Betäubungsmethode; div. Seminare zum Thema: Intraligamentäre Anästhesie bei Zahnärztekammern, Zahnärzte-Vereinen und Zahnärzte—Genossenschaften, z. T. mit mehrfacher Wiederholung; 2020 6 Online Seminare per ZOOM über die BRD verteilt; 2017 Herausgabe des Buchs „Intraligamentäre Anästhesie“ im Spitta Verlag; journalistische Tätigkeit ab 2010, div. Veröffentlichungen in bundesweiten Fachzeitschriften, u. a. Zahnärztliche Mitteilungen, Der Freie Zahnarzt, DZW, DI, ZMK, Spitta Verlag, Zahnärzteblatt Rheinland-Pfalz, ZWR; Mitglied im Verband der Medizin-& Wissenschaftsjournalisten; ab 2011 Dozent am Zentrum für Implantatdiagnostik ZID Düsseldorf; 2016 / 2017 Lehrtätigkeit am Institut für Internationale Kommunikation Düsseldorf Deutschunterricht für ausländische Zahnärzte.

Lehrgangsinhalte

Schmerzausschaltung vor zahnärztlichen Behandlungen ist seit Jahrzehnten Standard und wurde fast immer als Leitungs- oder Infiltrationsanästhesie durchgeführt.
Nur Leitungs- oder Infiltrationsanästhesie war gestern, heute muss die Intraligamentäre Anästhesie zwingend als Alternative zu den herkömmlichen Anästhesiemethoden angeboten werden= Verpflichtung der Behandler, diese Methode auch anwenden zu können.
Die Komplikationsrate der Lokalanästhesie beträgt 4,5 %, unabhängig von Behandlungsfehlern, ein Risiko für Behandler und Patient.
Die minimalinvasive Intraligamentäre Anästhesie ist seit Jahren wissenschaftlich als gleichwertige Lokalanästhesieform von führenden Wissenschaftlern anerkannt und gilt als risikoärmste Anästhesieform.
Nach dem Patientenrechtegesetz von 2013 und der Entscheidung des OLG Hamm von 2016 muss diese Anästhesieform dem Patienten zwingend als Alternative zur Leitungs- und Infiltrationsanästhesie angeboten werden, bevor er rechtsgültig seine Zustimmung zu der von ihm gewünschten Anästhesieform geben kann.
Technischer Fortschritt und evidenzbasierte Vergleichsstudien haben gezeigt, dass mit der Intraligamentären Anästhesie bei den meisten zahnärztlichen Behandlungen der täglichen Praxis die Erreichung der gewünschten Analgesie ohne die bekannten Risiken und Nebenwirkungen der Leitungs- oder Infiltrationsanästhesie erreicht werden kann. Einschränkungen der Artikulation und Mastikation nach beendeter Behandlung gehören der Vergangenheit an, ebenso wie andere Risiken z. B. reversible oder permanente Nerv-Verletzungen oder die gesamte Herz-Kreislauf-Problematik.
Die Intraligamentäre Anästhesie ist bei fast allen Indikationen den herkömmlichen Anästhesiemethoden überlegen und kann als risikoärmste Methode diese fast vollständig ersetzen.
Die Methodenumstellung bringt hohen Nutzen für Behandler (!) und Patienten.
Die Intraligamentäre Anästhesie ist als risikoärmste Lokalanästhesiemethode BEMA abrechnungsfähig und nachweisbar nicht unwirtschaftlich.

Praktische Übungen am frischen Schweinekiefer mit up-to-daten Instrumentarien ermöglichen es jedem Teilnehmer, sich mit der Anwendung der Intraligamentäre Anästhesie vertraut zu machen.
Kursinhalte:
- Die Intraligamentäre Anästhesie – Alternative zu herkömmlichen Lokalanästhesie-Methoden.
- Methode der Intraligamentären Anästhesie, Instrumente und Materialien.
- Das Patientenrechtegesetz und die Konsequenzen für die Aufklärung über die Risiken der verschiedenen Lokalanästhesie-Methoden.
- Iatrogene Komplikationen der ILA und deren Vermeidung.
- Nutzen der ILA für Patienten und Behandler (Marketing-Aspekte).
- Abrechnung der ILA nach BEMA als primäre Lokalanästhesiemethode.

Den Kolleginnen und Kollegen, die die Methode schon anwenden und nicht immer damit erfolgreich sind, werden die passenden „Kniffe“ vermittelt, die Methode so zu beherrschen, dass sie fast 100%igen Erfolg haben.
Danach können sie auf die Intraligamentäre Anästhesie als primäre Lokalanästhesiemethode umstellen und die risikobehaftete Leitungsanästhesie fast vollständig ersetzen.
Es wird auch vermittelt, wie sie sich die lästige und zeitraubende Aufklärungspflicht über die verschiedenen Anästhesiemethoden ersparen können.